
2015 startete das Projekt „Plastik war gestern“ gemeinsam mit der Profilklasse „Stellingen goes Mexiko.
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AKTUELLES
vom 6. – 20.Oktober 2020 fliegen erneut fünf Schüler*innen und fünf Lehrer*innen zu einem Projekt zum Instituto Intercultural Ñöñho nach Mexiko.
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Mit dem Projekt „Plastik war gestern–5000 Stoffrucksäcke gegen Plastikmüll für Mexiko“ riefen Schüler*innen das Klasse 9c/10c der Stadtteilschule Stellingen zur zur Vermeidung von Plastikmüll auf.
WWF-Mittelmeer-Report-Wege-aus-der-Plastikfalle
Was wurde gemacht?
Die Stadtteilschule Stellingen arbeitet seit 2007 aktiv an der Vermeidung von Plastikmüll. So bedruckten Schüler*innen 2007 und 2008 insgesamt 5000 Stoffbeutel mit Motiven zum Umweltschutz und verteilten diese mit Informationen auf Deutsch, Englisch und Bosnisch während eines Schüleraustauschs mit dem Vierten Gymnasium in Ilidza/ Sarajevo in Sarajevo und Hamburg.
Unter dem Slogan „Plastik war gestern“ startet auch 2015 ein Projekt, für das die Schüler*innen die Agentur Rocket&Wink, sowie die Siebdruckerei Ute Beling, EDEKA Niemerszein in der Osterstraße, die Buchhandlung im Schanzenviertel und den Biomarkt denn`s (Europapassage, Ottensener Hauptstraße, Große Bergstraße, Schanzenstraße, Rentzelstraße und auf Sylt (Kiarwai) gewinnen konnten.
Für das Projekt gründeten die Schüler*innen eine Schülerfirma und kauften 1000 Rucksäcke, die vom Schulverein vorfinanziert wurden.

Klasse 9c – Augsut 2015 gemeinsam mit Agnes Leder vom Lemonaid & ChariTea e.V..
Diese ersten 1000 Rucksäcke ließen die Schüler*innen bedrucken. Da der Schulverein auch die Anfertigung von Sieben für einen Siebdruck finanzierte, wurden die weitere Rucksäcke von den Schüler*innen selbst bedruckt.
Während des Reeperbahnfestivals im September 2015 startete der Verkauf der Rucksäcke unter der Eigenorganisation der Klasse 9c. Diese hat alle Schüler*innen der Stadtteilschule zuvor über die Aktion und das Projekt informiert.
Zudem wurde in der Schule ein Schaukasten eingerichtet und die Rucksäcke auch in der großen Pause in der Mensa verkauft. Durch ein breites Sponsoring können die Rucksäcke für 5€ das Stück verkauft werden. Der Erlös von 2€ pro Rucksack kommt einer indigenen Schule in Mexiko zu gute. Den Kontakt zu den Schüler*innen aus Mexiko hat die Klasse durch die Kooperation mit dem LemonAid & ChariTea Verein hergestellt. Die Getränkefirma LemonAid Beverages bezieht von den der mexikanischen Schule benachbarten Plantagen fairtrade Agavendicksaft und Limonen für ihre Limonaden.
Der LemonAid & ChariTea Verein unterstützt dabei die Bildungsarbeit dieser Schule und fördert so den Erhalt der indigenen Kultur, der Sprache und der Traditionen.
Die Aktion wurde im November 2015 durch regelmäßigen Verkauf der Rucksäcke in den EDEKA Märkten Niemerszein in der Osterstraße 86 + 120 erweitert, nachdem sie den Geschäftsführer Volker Wiem (Inhaber von 8 EDEKA Märkten in Hamburg) von ihrer Idee überzeugt haben. Dazu informierten die Schüler*innen der Klasse 9c vor Ort in den EDEKA-Märkten über ihre Aktion. Für den Verkauf wurden Verkaufsständer notwendig, die die Schüler*innen in der Schulwerkstatt herstellten. Weiterhin drehten die Jugendlichen zwei Werbefilme, die über die Gefährdung durch Plastikmüll informieren und die Rucksäcke kreativ bewerben.
Über die Vielzahl an Aktionen berichtet die Schulhomepage, das NDR Hamburg Journal, die Hamburger Morgenpost und das Elbe Wochenblatt.
Im Laufe ihres Projekts sind zwei neue Motive speziell auf Mexiko bezogen gestaltet worden: Ein Axolotl (vom Aussterben bedrohte Amphibie) in einer Plastikflasche und ein Porträt der mexikanischen Künstlerin Frida Kahlo mit einem Stopper vor den Augen mit der Aufschrift „Plastik war gestern“.
Diese Rucksäcke wurden in Mexiko zusammen mit Informationen gegen Plastikmüll auf Spanisch verteilt. Den Text entwickelten die deutschen und mexikanischen Schüler*innen gemeinsam.
Vom 15. – 26.Oktober 2017 flogen fünf ehemalige Schüler*innen der 10c zu einem gemeinsamen Kunst- und Umweltprojekt mit den mexikanischen Jugendlichen des Instituto Intercultural Ñöñho nach Mexiko.
6000 € für die Bildungsarbeit der indigenen Schule konnten sie bereits überweisen.
Was ist daran besonders und nachhaltig?
– Mit ihrem Projekt stellen die Jugendlichen sich gegen den verschwenderischen und gefährlichen Umgang mit Plastik und fördern durch den Verkauf von wiederverwendbaren Stoffrucksäcken die nachhaltige Nutzung.
– Durch das Anwerben einer Vielzahl von Kooperationspartnern übernehmen die Schüler Verantwortung und gestalten ihre Rucksäcke durch intensive Zusammenarbeit mit den Partnern aktiv mit.
– Durch die Vielzahl an Informationsveranstaltungen über ihr Projekt reflektieren die Jugendlichen dieses nachhaltig. Die direkte Beteiligung an der Herstellung der Rucksäcke und der Kontakt zu Kooperationspartnern und Käufern stärkt dabei ihr Selbstbewusstsein, ihr unternehmerisches Handeln und fördert ihre Verkaufsstrategien.
– Durch den Kontakt mit den mexikanischen Schüler_innen wird auch die interkulturelle Kompetenz der Jugendlichen gefördert.
Das gemeinsame Kunst- , Umwelt- und Kulturprojekt zum Klimaschutz in Mexiko und die Planung des weiteren Verkaufs der Stoffrucksäcke für die Bildungsarbeit der mexikanischen Schule im Oktober 2017 ist der Start eines Austauschs beider Schulen.
Auszeichnungen
2015 Ehrenpreis des Eine-Welt-Preises der evang. Nordkirche
2016 Demokratisch Handeln
Schulpreis der Wirtschaft
Hamburger Bildungspreis
2018 Demokratisch Handeln
28.Lernstatt Demokratie, 12. – 15.Juni 2018 im Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung

Marten Schlesinger und Dana Reins, informieren auf der 28.Lernstatt des Förderprogramms Demokratisch Handeln.